Archiv für den Monat: Juli 2013

Tun: Die feministische NYC-Reiseführerin

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Willkommen zu unserer feministischen New-York-Reiseführerin!

 

Euren Baedeker und Lonely Planet könnt Ihr gleich zur Seite legen. Denn die haben natürlich die feministischen Sightseeing-Höhepunkte nicht im Blick. Wir dafür umso mehr! Am Ende unseres New-York-Monats feuern wir noch mal ein großes Feuerwerk ab. In vier kleinen Videos stellen wir Euch die Freiheitsstatue, Ella Fitzgeralds Harlem, das UCB Theatre und die feministische Kunstsammlung des Brooklyn Museum vor.

Wenn Ihr Euch zu Fuß durch den Manhattan-Dschungel durchschlagen wollt, gibt es einen Stadtplan der Stadtverwaltung, der bedeutende Orte und Damen der Frauenrechtsbewegung vorstellt. Von Sojourner Truth über Victoria Woodhull bis Bella Abzug, der historische Stadtplan wird mit diesen die Stadt prägenden Frauen neu gezeichnet. Hier kriegt Ihr ausführlich Infos und hier könnt Ihr ihn einfach ausdrucken.

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Bluestockings Bookstore

Und solange Ihr Euch in Manhattan aufhaltet, solltet Ihr auf jeden Fall dieser bezaubernden feministischen Buchhandlung, dem Bluestockings Bookstore, einen Besuch abstatten. Radikaler Lesezirkel, Performances, Café, Zines und Aktivistinnen-Zentrum. Und natürlich Bücher, Bücher, Bücher.

Bücher, die ganz wunderbar beschreiben, wie es ist, als Frau in New York zu leben und zu arbeiten:

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Wenn Ihr dann in Ruhe lesen, einen tollen Kaffee und auch einfach mal die Füße hochlegen wollt, empfehlen wir das Café Grumpy in Brooklyn-Greenpoint:

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 Hier dreht Lena Dunham regelmäßig ihre Girls und lässt ihre Figur Hanna arbeiten. Wer noch mehr Girls-Drehorte besichtigen möchte (die sich wirklich fast alle in Greenpoint befinden), die kann sich einfach hier melden und sich von der ersten inoffiziellen Girls-Tour alles zeigen lassen.

Natürlich haben wir noch 1000 andere Dinge nicht auf’m Schirm. Wenn Euch noch was einfällt, was wir auf jeden Fall hier einfügen sollten, schreibt an info@HereSheIs.de und wir fügen es ein. Oder einfach mal die Kommentar-Zeile unten volltexten.

 

 

Text: If I can make it there, I’ll make it anywhere!

 

Suffragetten

 

Liebe Reiselustige, Welteneroberinnen und urbane Abenteurerinnen!

Keine andere Stadt ist so sagenumwoben, hat so viele filmische und musikalische Denkmäler in unserem westlichen Kulturkreis bekommen. Sie ist ein Mekka für alle, die groß rauskommen wollen, als Schauspielerinnen, Sängerinnen, Schriftstellerinnen, Unternehmerinnen, Politikerinnen, Models, unabhängige Frauen. „If I can make it there, I’ll make it anyhwere“, sang Liza Minnelli.

If! New York ist gerade deswegen ein hartes Pflaster. Ein Pflaster, in dem Frauen eher selten wie Carrie Bradshaw drüber stolzieren, sondern oft mit den hohen Hacken stecken bleiben. Aber wir wollen nicht so tun, als wären wir nicht auch gnadenlos dem New Yorker Charme erlegen. Denn gerade weil sie so brutal ist, hat sie große Frauen hervorgebracht. Sie ist ein Schmelztiegel für Feministinnen seit je her und platzt aus allen Nähten vor feministischer Geschichte.

1869 wurde hier zum Beispiel die National Woman Suffrage Association von Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton gegründet. Beide Frauen sind Ikonen für den frühen Kampf um Frauenrechte und hatten die verrückte Idee, dass Frauen auch ein Wahlrecht haben sollten. Das wurde erst 50 Jahre nach ihrer Gründerinnen-Arbeit in den USA eingeführt.

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Eine Feministin der zweiten Welle, Gloria Steinem, hat feministische Themen als eine der ersten erfolgreich in die Mainstream-Printmedien eingeschleust. Sie hat sich als Bunny in die Playboy Mansion eingeschmuggelt, über die Ausbeutung der Bunnies geschrieben und für das New York Magazine über Abtreibungs-Speak-Outs von Frauen berichtet. 1971 hat sie das Ms.Magazine in NYC gegründet. Klingt nach Alice Schwarzers Lebenslauf? Ist auch so, nur war Steinem mit allem immer ein paar Jahre schneller. Und wie es sich für eine US-Amerikanerin gehört natürlich auch stylischer.

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Was hier ausnahmsweise mal nicht stattgefunden hat, war die Riot Grrrl Bewegung der 90er Jahre (eher so in Washington State), aber dafür gibt es in NYC die weltweit einzigartige Riot Grrrl Collection. Ein Archiv der NYU, das alles von Setlists bis zu Musikvideos der Grrrls sammelt.

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Und wenn man erst einmal angefangen hat nach feministischem Kram in New York zu suchen, hört das Finden gar nicht auf. Darum gibt es von uns diesen Monat eine bescheidene Auswahl an Highlights. Zum Beispiel eine feministische Video-Reiseführerin, eine feministische Sightseeing-Map für Manhattan und einen Haufen anderer Tipps. Und für alle, die New York lieber aus der Ferne erkunden wollen, haben wir diesen Monat im Gespräch die obercoole Komikerin, Autorin, New-York-wie-ihre-eigene-Westentasche-Kennerin Sue Smith und eine atemberaubend melancholische Foto-Serie von unserer Haus-und-Hof-Fotografin Anne Winkler.

Ja, frau kommt nicht dran vorbei: We NY! Also, packt Eure Koffer und schickt uns eine Postkarte an info@HereSheIs.de.

 

 

 

 

Ton: New York, New Yooooork – Die Playlist des Monats

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Liebe urbane Metropolitinnen,

wir können es nicht einfach runterschlucken, die Klügeren sein und nachgeben und müssen hier jetzt verdammt noch mal Klugscheißen! „New York, New York“ ist (Feigezinger hoch in der Luft schwebend) NICHT von Frank Sinatra erstmals gesungen worden (auch wenn der Song vor allem ihm zugeschrieben wird), sondern natürlich von der unverwechselbaren Liza Minnelli. Und zwar als Maintheme von Scorseses Film „New York, New York“. In dem geht es ironischerweise darum, dass die Hauptprotagonistin aus dem Schatten ihres Mackers tritt.

Puh…! Gut, dass das mal rauskonnte. Und jetzt von der großen Metropole träumen und verträumt mit dem Kopf wippen.

 

Toll: Next Stop: Subway Melancholy von Anne Winkler

 

 Werte Freundinnen der Fotokunst,

in unseren Zeiten kann jede immer und überall Fotos machen. Und jeder Touri-Vollhonk (mich eingeschlossen) bemüht sich darum die Bilder schick auszuleuchten, einen Quentin-Tarantion-Blick auf die Dinge zu faken und möglichst abgefahrene Winkel zu finden. Was für ein Quatsch, wenn es doch Profis gibt, die das so viel besser können – wie unsere Haus-und-Hof-Fotografin Anne Winkler.

Der Winkel der Winkler ist nämlich anders: ernsthaft professionell, einzigartig und in ihrer New York-Subway-Reihe zart melancholisch.Wir haben eine Slideshow mit Annes schönsten Fotografien zusammengestellt. Lasst Euch von Anne an den Ort mitnehmen, dem keine New Yorkerin entgehen kann: dem Untergrund.

Next Stop: Subway Melancholy!

 

Mehr von Annes Arbeit findet Ihr auf: winkler-foto.blogspot.de und http://www.eyeem.com/u/ane_w