Text: If I can make it there, I’ll make it anywhere!

 

Suffragetten

 

Liebe Reiselustige, Welteneroberinnen und urbane Abenteurerinnen!

Keine andere Stadt ist so sagenumwoben, hat so viele filmische und musikalische Denkmäler in unserem westlichen Kulturkreis bekommen. Sie ist ein Mekka für alle, die groß rauskommen wollen, als Schauspielerinnen, Sängerinnen, Schriftstellerinnen, Unternehmerinnen, Politikerinnen, Models, unabhängige Frauen. „If I can make it there, I’ll make it anyhwere“, sang Liza Minnelli.

If! New York ist gerade deswegen ein hartes Pflaster. Ein Pflaster, in dem Frauen eher selten wie Carrie Bradshaw drüber stolzieren, sondern oft mit den hohen Hacken stecken bleiben. Aber wir wollen nicht so tun, als wären wir nicht auch gnadenlos dem New Yorker Charme erlegen. Denn gerade weil sie so brutal ist, hat sie große Frauen hervorgebracht. Sie ist ein Schmelztiegel für Feministinnen seit je her und platzt aus allen Nähten vor feministischer Geschichte.

1869 wurde hier zum Beispiel die National Woman Suffrage Association von Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton gegründet. Beide Frauen sind Ikonen für den frühen Kampf um Frauenrechte und hatten die verrückte Idee, dass Frauen auch ein Wahlrecht haben sollten. Das wurde erst 50 Jahre nach ihrer Gründerinnen-Arbeit in den USA eingeführt.

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Eine Feministin der zweiten Welle, Gloria Steinem, hat feministische Themen als eine der ersten erfolgreich in die Mainstream-Printmedien eingeschleust. Sie hat sich als Bunny in die Playboy Mansion eingeschmuggelt, über die Ausbeutung der Bunnies geschrieben und für das New York Magazine über Abtreibungs-Speak-Outs von Frauen berichtet. 1971 hat sie das Ms.Magazine in NYC gegründet. Klingt nach Alice Schwarzers Lebenslauf? Ist auch so, nur war Steinem mit allem immer ein paar Jahre schneller. Und wie es sich für eine US-Amerikanerin gehört natürlich auch stylischer.

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Was hier ausnahmsweise mal nicht stattgefunden hat, war die Riot Grrrl Bewegung der 90er Jahre (eher so in Washington State), aber dafür gibt es in NYC die weltweit einzigartige Riot Grrrl Collection. Ein Archiv der NYU, das alles von Setlists bis zu Musikvideos der Grrrls sammelt.

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Und wenn man erst einmal angefangen hat nach feministischem Kram in New York zu suchen, hört das Finden gar nicht auf. Darum gibt es von uns diesen Monat eine bescheidene Auswahl an Highlights. Zum Beispiel eine feministische Video-Reiseführerin, eine feministische Sightseeing-Map für Manhattan und einen Haufen anderer Tipps. Und für alle, die New York lieber aus der Ferne erkunden wollen, haben wir diesen Monat im Gespräch die obercoole Komikerin, Autorin, New-York-wie-ihre-eigene-Westentasche-Kennerin Sue Smith und eine atemberaubend melancholische Foto-Serie von unserer Haus-und-Hof-Fotografin Anne Winkler.

Ja, frau kommt nicht dran vorbei: We NY! Also, packt Eure Koffer und schickt uns eine Postkarte an info@HereSheIs.de.

 

 

 

 

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